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Das Netzwerk

Ein europäisches Beispiel für Vernetzung und nachhaltigen Erfahrungsaustausch

Vorstellung des Netzwerks

„Diversität und Partizipation“

 

 

Das Netzwerk „Diversität und Partizipation“ wurde 2006 begründet von dem Deutsch-Französischen Jugendwerk begründet mit dem Ziel Jugendbegegnungen zwischen den Regionen Paris/Île-de-France und Berlin/Brandenburg zu fördern.

 

Seit seiner Gründung haben sich dem Netzwerk insgesamt 100 Träger (Vereine und Institutionen) aus den beiden Regionen angeschlossen. Zusammen bilden sie ein sozialer Ansprechpartner für strukturelle Themen wie Ungleichheiten und Diskriminierungen gegen die Jugend. Der Grund ihres Engagements ist die Sicherheit, dass die Errungenschaft der sozialen, geographischen, kulturellen und professionalen Gerechtigkeit auch durch die Offenheit und die Entdeckung des Anderes möglich ist. Deswegen sind Jugendbegegnungen und internationalen Projekten erforderlich.

 

Das Netzwerk « Diversität und Partizipation » wird heutzutage vom Centre Francais de Berlin auf der deutschen Seite und von der Mission Locale des Bords de Marne und Peuple et Culture auf der französischen Seite koordiniert. Jedes Jahr treffen sich die Mitglieder abwechselnd in Deutschland oder Frankreich.

 

Seit 2006 wurden mehr als 750 deutsch-französische und trilaterale Jugendbegegnungen im Rahmen des Netzwerks organisiert und mehr als 12.000 Jugendliche haben die Chance gehabt teilzunehmen. Jedes Jahr werden ca. 50 Jugendbegegnungen und 5 Fachkraftbegegnungen eingerichtet. Die Zahl und die Qualität der deutschen-französischen Projekte, die vom Netzwerk realisiert werden, beweisen seine Existenzberechtigung.

 

Das Netzwerk ermöglicht auch den Dialog zwischen Träger aus der Projektpraxis, Mitglieder der Wissenschaftsgemeinde und politischen Vertreter, die sich in der Jugendarbeit  einbringen. Die differenzierte Vorgehensweise zwischen Deutschland und Frankreich sind bereichernd für jeden.

 

Geschichte des Netzwerks

„Diversität und Partizipation“

 

2005

Die Initiative des Deutsch-Französischen Jugendwerks zur Gründung des Netzwerks „Diversität und Partizipation“ geht auf die Welle von Gewalt und Protesten im Pariser Vorort Clichy-sous-Bois im Herbst 2005 zurück: Zwei Jugendliche versteckten sich auf der Flucht vor einer Polizeikontrolle in einem Transformationshäuschen und kamen dabei ums Leben.

 

2006

Ein paar Monate später verfassten Lehrkräfte der Rütli-Schule in Berlin Neukölln einen offenen Brief, in dem sie die Probleme von Gewalt thematisierten, die den Schulalltag stark einschränkten. Dieser Brief löste eine bundesweite Debatte aus.

In dieser Stimmung trat der 7. deutsch-französische Ministerrat mit dem  Schwerpunkt  Integration und Chancengleichheit zusammen. Deutschland und Frankreich sahen sich mit einer gemeinsamen Herausforderung konfrontiert: Es wurden neue Ansätze für die Integration der Bewohner/-innen benachteiligter Quartiere benötigt. Vor diesem Hintergrund erhielt das DFJW von den beiden Regierungen den Auftrag, diese Thematik  in den Vordergrund zu stellen und die Teilnahme möglichst aller Jugendlichen an seinen Programmen zu ermöglichen.

Das DFJW und die Stiftung Genshagen gründeten daher ein Netzwerk von Akteuren aus der Jugendarbeit (Vereine und Institutionen), das ursprünglich „Integration und Chancengleichheit“ hieß, um möglichst viele deutsche-französische Begegnungen mit Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf zwischen Paris/Île-de-France und Berlin/Brandenburg ins Leben zu rufen.

 

2010

Von 2010 bis 2012 wurde das Pilotprojekt „Clichy-sous-Bois trifft Neukölln“ durchgeführt. Diese breit angelegte Initiative hat exemplarisch gezeigt, wie mit Jugendlichen aus benachteiligten Sozialräumen nachhaltige Projekte umgesetzt werden können  und  somit die Kooperation zwischen beiden Regionen verstärkt wird.

Gleichzeitig hat  die deutsch-französische Forschungsgruppe  „Diversität und Partizipation“ die Arbeit des Netzwerks analysiert und politische und pädagogische Empfehlungen für die weitere Vorgehensweise des DFJW  und der Netzwerkmitglieder veröffentlicht.

 

2011

Aubervilliers

 

2012

Nach der Studie der Forschungsgruppe wurde das Netzwerk 2012 von Netzwerk  „Integration und Chancengleichheit“ in „Diversität und Partizipation“ umgetauft. Im Gegenteil zu „Integration und Chancengleichheit“, unterstreicht „Diversität und Partizipation“ mehr die  Vielfalt und die aktive Rolle der Jugendlichen in der Gesellschaft.

Im selben Jahr übernimmt das Centre Français de Berlin die Koordination des Netzwerks.

 

2013

Champigny sur Marne

 

2014

Frankfurt (Oder)

 

2015

Seit 2006 findet ein Treffen der Netzwerkmitglieder jedes Jahr, abwechselnd in Deutschland oder in Frankreich statt. Im November 2015 feierte das Netzwerk „Diversität und Partizipation“ sein 10-jähriges Bestehen in Paris. Die Anwesenheit der Gruppe in Stade de France und in der Pariser Innenstadt am Abend den 13. November während Terroranschlägen schweißte die Mitglieder des Netzwerks noch mehr zusammen.

 

2017

Das 11. Treffen des Netzwerks findet von 9. bis 12. November 2017 in Centre Français de Berlin statt. Der Schwerpunkt dieses Treffens ist auf eine Intensivierung der Kooperation zwischen der schulischen und außerschulischen Arbeit in der internationalen Jugendarbeit gerichtet.

 

2018

Torcy

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